Am Do, den 22.1.2026, erhielten die Schüler*innen des ASP „ökologisch orientierte Unternehmensführung“ Einblick, wie ein Unternehmen Nachhaltigkeit in der Praxis umsetzten kann: Clemens Unterberger von der Firma Hollu erzählte im Rahmen des Unterrichts, wie alles – von der Produktion, über die Logistik, die Gebäude und das gesamte Personalwesen – auf die Umsetzung der 17 sustainable develpoment goals (SDGs) ausgerichtet wird.
Das Ergebnis sind nicht nur 36% Umsatz durch umweltzertifizierte Reinigungsprodukte, 130 Elektrofahrzeuge, um 20 % gesenkte Emissionen und der Plan, bis 2030 klimaneutral zu werden, Schulungen, Gesundheitsförderung, Aufstiegschancen und ein respektvoller, wertschätzender Umgang für alle Mitarbeiter*innen, und ein großes, mit Blumenwiesen, Bäumen, Sitzgelegenheiten und einem Schwimmteich ausgestattetes Außengelände, das sowohl Mitarbeitern, als auch zahlreichen Wildtier- und -Pflanzenarten zur Verfügung steht.
Am Donnerstag, den 11.12.2025 und Dienstag, den 16.12.2025, veranstaltete das Team „Blue Future“ aus der 3. Klasse der Praxis-Handelsschule Imst im Rahmen ihres Freiraum-Projekts einen Nachhaltigkeits-Workshop für die 1. Klassen zum Thema „Plastikmüll in den Meeren“. Zusammen mit Herrn Prof. Wegscheider und Herrn Andreas Hebenstreit von der Volksbank klärte die Projektgruppe die Schüler:innen über die Probleme und Gefahren von Plastikmüll in den Meeren auf. Am Ende bekamen alle Erstklässler eine Trinkflasche aus recyceltem Glas und eine Brotbox aus wiederverwertbarem Plastik, die von der Volksbank bereitgestellt wurden.
Am 4.12.2025 beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der 3ak und 3sk im Rahmen eines Planspieles mit Energiepolitik in der EU. Drei Gruppen, die jeweils eine Region repräsentierten, erarbeiteten anhand von „Veränderungskarten“ Möglichkeiten, Energie zu sparen und die Energie- bzw. Stromerzeugung klimaschonend umzugestalten. Diese Veränderungen wurden mit Hilfe Türmen aus verschiedenfarbigen Legosteinen dargestellt und eine Bilanz über anfallende Kosten, „gewonnene“ Einsparungen und die damit verbundene Reduktion von Treibhausgasen erstellt.
Vielen Dank DI Glatzl und der Energieagentur für diesen spannenden Vormittag!
Prof. Strigl, Prof. Walser, Prof. Zangerle
Kuen Raphael vom Ötztal Tourismus gab spannende Einblicke in die aktuellen Strategien und Maßnahmen rund um das Thema Nachhaltigkeit im Ötztal. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltiger Tourismus im Tal nicht nur ein Schlagwort ist, sondern aktiv gelebt und weiterentwickelt wird.
Ein zentrales Anliegen ist die Balance zwischen Naturerlebnis und touristischer Nutzung. Projekte im Bereich sanfte Mobilität, wie der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel für Gäste und Einheimische, tragen dazu bei, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Ebenso wird auf regionale Wertschöpfung gesetzt: Kooperationen mit lokalen Produzenten, nachhaltige Gastronomieangebote und die Stärkung von kleineren Betrieben sollen die Region langfristig resilient machen.
Besonderes Augenmerk legt Ötztal Tourismus auch auf Sensibilisierung. Gäste werden verstärkt über nachhaltige Angebote informiert und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Ressourcen gewonnen.
Raphael Kuen betonte, dass Nachhaltigkeit im Ötztal als Prozess verstanden wird – mit dem Ziel, die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft für kommende Generationen zu bewahren und gleichzeitig einen zukunftsfähigen Tourismus zu gestalten. (SRAL)